Umgang mit Hyperkaliämie

Wann sollte Hyperkaliämie behandelt werden?

In der Regel ab Werten über 6,5 mEq/L. Bei Werten über 7,5 mEq/L sollte die Behandlung aggressiver erfolgen.


Welche Medikamente werden zur Behandlung eingesetzt?

Medikament Dosierung Wirkmechanismus Bemerkungen
10% Calciumgluconat 0,5 – 1,5 ml/kg langsam IV unter EKG-Kontrolle Reduziert die kardiale Erregbarkeit, indem es das Gleichgewicht zwischen Ruhepotential und Schwellenpotential wiederherstellt Senkt den Kaliumspiegel nicht, bietet jedoch Herzschutz
50% Dextrose 0,5 – 1,5 ml/kg langsam IV Fördert den Eintritt von Kalium in die Zelle durch Aktivierung der Na-K-ATPase-Pumpe Danach Flüssigkeit mit 2,5 – 5% Glukose ergänzen
Insulin + 50% Dextrose 0,2 – 0,5 U/kg schnell wirksames Insulin + 2-4 ml 50% Glukose pro Insulineinheit Fördert den Eintritt von Kalium in die Zelle durch Aktivierung der Na-K-ATPase-Pumpe Danach Flüssigkeit mit 2,5 – 5% Glukose ergänzen
Natriumbikarbonat 1-2 mEq/kg langsam IV über 15 Min Erhöht den extrazellulären pH und fördert den Kaliumeinstrom in die Zelle gegen Wasserstoffionen
Terbutalin 0,01 mg/kg langsam IV Fördert den Eintritt von Kalium in die Zelle durch Aktivierung der Na-K-ATPase-Pumpe

Wie häufig sollten die Werte überwacht werden, sobald die Behandlung begonnen wurde?

Die Kaliumwerte sollten stündlich kontrolliert werden, bis sie in einem Bereich < 6,5 mEq/L stabilisiert sind und dort dauerhaft bleiben.

 

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