Einführung
Der Trachealkollaps tritt häufig bei kleinen Hunderassen auf. Sowohl der intra- als auch der extrathorakale Anteil können betroffen sein, wobei sich die Veränderung auch auf den Hauptbronchus ausdehnen kann.
Die Ätiologie liegt in einer Defizienz der Knorpelmatrix, die zu einem Kollaps des Tracheallumens führt.
Diagnose
I) Klinische Zeichen: Husten, intensiver Husten nach Bewegung oder Aufregung, Synkope nach Hustenepisoden, Hyperthermie, moderater bis schwerer Atemnot
II) Röntgenaufnahme Hals – Thorax, lateral und dorsoventral:
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Inspiration: Auf der lateralen Aufnahme ist eine Verengung des extrathorakalen Tracheanteils und eine Erweiterung des intrathorakalen Anteils sichtbar.
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Exspiration: Auf der lateralen Aufnahme zeigt sich eine Erweiterung des zervikal-extrathorakalen Anteils und eine Verengung des intrathorakalen Anteils.
III) Fluoroskopie
IV) Bronchoskopie
Notfallmanagement und Behandlung
I) Sauerstofftherapie und Sedierung (Butorphanol und/oder Acepromazin)
II) Entzündungshemmende Kortikosteroiddosis: 0,5 mg/kg Methylprednisolon IV
III) Terbutalin 0,01 mg/kg IV oder SC
IV) Aktive Abkühlung des Patienten bei Temperatur > 39,5 °C
**V) Patienten, die intubiert werden müssen und aufgrund eines erneuten Kollapses bei jedem Extubationsversuch nicht extubiert werden können, sind Kandidaten für eine Notfalloperation oder die Einlage eines Trachealstents.


